Liebe Leserinnen und Leser,

„Gemeinsam aus der Einsamkeit“ so lautet das Thema der aktuelle Aktionswoche des Bundesfamilienministeriums. Dabei stehen Menschen im Mittelpunkt, die in bestimmten Lebensphasen von Einsamkeit betroffen sind. 

Im Fernsehen wurde dazu eine ältere Frau interviewt. Sie sitzt in ihrem Sessel, hält eine Kinderpuppe im Arm und erzählt von ihrer Einsamkeit. Neben ihr steht ein Schwarzweißfoto mit drei Kindern. Ich frage mich, wie ihr Leben wohl verlaufen ist. Und denke an Menschen, die von Einsamkeit betroffen sind und allein zu Hause oder in Altenheimen leben.

Aber auch viele junge Menschen fühlen sich laut einer Umfrage einsam.

Wir alle kennen Menschen, die einsam sind. Doch wie schaffen wir es, sie im Blick zu haben?

In Dörfern und Städten gibt es Angebote von Vereinen für verschiedene Altersgruppen. In Kirchengemeinden wird zu Seniorennachmittagen, Kaffeeklatsch und Plaudercafés eingeladen. Doch diese Angebote erreichen nicht alle.

Im Gespräch am Gartenzaun, auf der Straße, auf dem Friedhof, beim Einkaufen, durch einen Besuch oder ein Telefonat kann Einsamkeit durchbrochen werden. Also: Machen wir uns auf den Weg.

Und vielleicht kann dann unser Gegenüber – in Anlehnung an Jesus -  sagen: „Ich war einsam und ihr habt mich da rausgeholt.“

Eine von Begegnungen erfüllte Woche wünscht Ihnen

Ihre

Pfarrerin Juliane Schmidt-Wecken, Ev. Kirchengemeinde Obersuhl