In den katholischen Sonntagsgottesdiensten hört man in diesen Tagen nach der Weihnachtszeit ganz oft von den ersten Reden und Predigten, die Jesus in der Öffentlichkeit oder in den Synagogen gehalten hat. Unter anderem heißt es da: „Und die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre; denn er lehrte wie einer, der Vollmacht hat.“ Offenbar war Jesus ein begnadeter Redner, der Menschen für seine Sache, für die Sache Gottes begeistern konnte. Zudem heilte er bei diesen Anlässen durch seine Worte und Gesten auch viele Menschen von psychischen und körperlichen Krankheiten. Ganz oft geschah das aber auch im Kleinen und ohne große Öffentlichkeit. Im Evangelium des Sonntags befreit er z.B. die Schwiegermutter des Petrus vom Fieber, vielleicht von einer Grippe. Keine Kopf- und Gliederschmerzen mehr, frei atmen und wieder aufstehen können. Das Leben wird leichter. Vielleicht können seine Worte, seine frohe Botschaft, die wir in einem dicken Buch mit der Aufschrift „Bibel“ finden, auch mein Leben ein wenig leichter machen. Mich befreien von so manchen Ängsten, Sorgen und Zweifeln unserer Zeit. Viele Menschen haben diese tröstende, aufbauende und heilende Erfahrung mit Gottes Wort in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder gemacht. Also: Einfach mal probieren, Aufschlagen und Lesen!

 

Pfr. Andreas Bieber, Kath. Pastoralverbund